Neue ZIM-Richtlinie

Dr. Peter Gerth: "Alle, die mit ZIM vorher vertraut waren, kommen schnell damit zurecht"

An der Hochschule Magdeburg-Stendal wird unter anderem zu den Themen Biowerkstoffe, Leichtbau und Fertigungstechniken geforscht.
Laborsituation: Wissenschaftler mit blauen Handschuhen legt grünes Material auf Labortisch

25. März 2021

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) hilft kleinen und mittleren Unternehmen bei Forschung und Entwicklung. Auch viele FuE-Projekte der KAT-Hochschulen mit KMU sind darüber finanziert. Da die Richtlinie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum Jahr 2021 geändert wurde, haben wir mit Dr. Peter Gerth von der Hochschule Magdeburg-Stendal gesprochen. Er ist Sprecher des Kompetenzzentrums Ingenieurwissenschaften/Nachwachsende Rohstoffe und an der Hochschule erster Ansprechpartner, wenn es um ZIM-Förderungen geht.

Wie schätzen Sie die neue Fassung der ZIM-Richtlinie vom 20. Januar allgemein ein? Hat sich vieles verändert?

In der Richtlinie und den zur Verfügung stehenden Dokumenten gab es wenige Änderungen. Alle, die mit ZIM vorher vertraut waren, kommen schnell damit zurecht.

Was würden Sie sagen, ist besser geworden? Was würden Sie kritisch sehen?

Die Antragsformulare stehen zur digitalen Bearbeitung zur Verfügung, lediglich für rechtsverbindliche Unterschriften müssen Originale in Papierform noch erstellt werden.
Die maximale Fördersumme wurde gegenüber der vorherigen Richtlinie erhöht so dass es gute Chancen gibt, geeignete Mitarbeiter:innen für die Projekte zu gewinnen.
Alle übrigen Kosten werden als pauschaler Zuschlag auf die Personalkosten kalkuliert und abgerechnet, das ist eine Erleichterung.

ZIM soll die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von KMU stärken. Welches sind aus Ihrer Sicht die größten Hürden für KMU, sich auf Forschung und Entwicklung – selbst wenn sie über Förderungen wie ZIM unterstützt werden kann – einzulassen?

Diese Frage ist für mich als Vertreter einer Hochschule nicht einfach zu beantworten. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Entscheidung zwischen unternehmerischem Risiko und der Aussicht auf ein erfolgreiches Produkt/Dienstleistung für Unternehmer eine Hürde sein kann. Und weil wir als Hochschule der angewandten Forschung schon viele Projekte mit Industriepartnern durchgeführt haben weiß ich auch, dass nach einem erfolgreichen FuE-Projekt die Frage nach der Markteinführung steht. Hier benötigen KMU weitere Unterstützung.

Herr Dr. Gerth, vielen Dank!

spc

Informationen und Kontakt

Dr. Peter Gerth, 0391-8864467, peter.gerth@h2.de

Homepage des Kompetenzzentrums Ingenieurwissenschaften/Nachwachsende Rohstoffe: https://www.hs-magdeburg.de/forschung/forschungszentren/kompetenzzentrum-ingenieurwissenschaftennachwachsende-rohstoffe.html

 

Mehr zum ZIM-Programm des BMWi gibt es hier: https://www.zim.de/

 

Text und Bilder (soweit nicht anders benannt): Claudia Aldinger